Mein Schreibprozess des Buches über Nervensystem und Stimme geht in die Woche 2.
Und jetzt geht die Arbeit richtig los. Tolle Ideen haben, habe ich immer viele und jeder Beginn fühlt sich energiegeladen an, aber dann… Es ist ja nicht so, dass ich noch nichts geschrieben hätte. Das Gegenteil ist der Fall: Ich habe schon so viel geschrieben, dass ich thematisch zwei weitere Bücher daraus machen könnte.
Und genau das macht es schwer. Jetzt also erst einmal Fleißarbeit.
Ich suche alles zusammen, was ich in Google docs geschrieben habe, Blogartikel, die ich auf 3 Webseiten mit Blog geschrieben habe, Word-Dokumente, die ich in meinem Ordner mit dem Titel „Buch Goldene Tore“ gespeichert habe. So viele verschiedene Ideen über die 5 Jahre verteilt, die ich jetzt schon schreibe.
Und dann eine Systematik auf meiner Tür. Mit Post-it’s.
Alle Themen, die ich dann verschieben kann, die ich mir anschauen kann, wo ich auswählen kann, in welche Bücher was kommt.
Kaum schreibe ich darüber bekomme ich richtig Lust, es auch gleich umzusetzen.
See you soon, after having a little bit of fun with the post-it’s on the wall.
Überwältigt von der Fülle
Erst war es Spaß, alles rauszusuchen. Aber ganz schnell wurde es mir zu viel. Wo ist was? Wie finde ich es wieder? Mein Kopf rotiert und ich bin komplett durcheinander.
Und nun packe ich alles in ein Dokument. Ich bin so gespannt, wie viele Seiten dabei herauskommen.
Nach nicht einmal 3 Stunden habe ich ein Google Doc von Stand heute, 31.5.26, 9:00 h, 164 Seiten. Yeah, kein Wunder, dass ich mich überwältigt fühle.
Meine 21 goldenen Tore sind alle eingefügt. Manche davon findest du hier auf meiner Weib- und Schreibseite veröffentlicht.
Jetzt geht es an die weiteren Blogartikel von meiner offiziellen Homepage Hilkea Knies
Und auch auf der Seite von Voice Experience warten noch der eine oder andere Blogartikel auf mich.
Was für eine Fülle, wenn ich es mir so richtig klarmache.❤️
Ich und mein Freund ChatGPT
Ich habe die Themen, die ich im Blogartikel von letzter Woche beschrieben hatte mit Hilfe von ChatGPT verfeinert. Und ich bin erstaunt, wie anders es sich jetzt anfühlt. All meine Themen scheinen berücksichtigt zu sein, aber in anderer Art als ich es zuerst gedacht habe.
Ich bin begeistert, dass so etwas wie predictive processing – brüll, lach, was für ein unemotionales Wort – auf einmal seinen tief gefühlten Platz bekommt. Denn genau so ist es mit mir und dem Schreiben. Ich kann regelrecht besessen mit bestimmten wissenschaftlichen Konzepten sein, weil ich sofort sehe, was das für die Stimme, das Lernen, die Kommunikation bedeutet… Und dann?
Im Kapitel „Authentizität auf der Bühne – Bühnenangst oder Bühnenspaß?“ wird ein Unterthema „Scham und Sichtbarkeit“ bei Bühnenkünstler:innen sein.
Ich liebe diese Verbindung von frühkindlichen Entwicklungsthemen mit der Stimme und der Bühne. Ich erinnere mich noch sehr gut als ich das große Seminar in Buenos Aires 2024 gehalten habe und zu diesem Thema mit über 100 Sänger:innen in einem alten Tangotheater gearbeitet habe. Das war unglaublich berührend. Manche Gesichter sehe ich noch heute vor mir.
Hat die Pädagogik Platz in dem Buch?
Die Pädagogik möchte ich auf die eine oder andere Weise gern mit einbeziehen. Denn sie ist lebendige Beziehung, ist Kommunikation und genau das ist mein Stimm- und Lebensthema. Traumasensible Arbeit im Gesangsunterricht und im Stimmcoaching ist so wichtig. All die Schutzsysteme im Vokaltrakt, im Resonanzraum, mit denen wir arbeiten sind immer da und möchten berücksichtigt werden.
Das Thema Schutzsystem kannst du auch auf meinem YouTube-Kanal hören und sehen.
Arbeit mit jungen Menschen an ihrer Stimme
Und gleichzeitig ist in dieser Woche auch wieder mein jährliches SATZ-Projekt gestartet. Was das ist und wer da mitmacht? Hier findest du Näheres:
So kam ich unter der Woche nicht viel zum Schreiben und Arbeiten an meinem Buch. Aber das excessive Arbeiten, was jedes Jahr für 1,5 Wochen stattfindet hat auch sein Gutes. In dieser Trauerphase um den Tod meiner Schwester ist es schön mit jungen Menschen zu arbeiten und zu fühlen, wie viel Freude Singen und die Stimme sein können. Zu spüren, dass das Leben weitergehen kann, auch wenn es an anderen Stellen auf einmal sein Ende gefunden hat. Es hat etwas sehr Tröstliches, Musik und Singen erleben zu dürfen.
Nach-Hause-Kommen
Kleiner Spaß am Ende: Ich bin hier auf diesem Blog zur allerersten Art meines Schreibens mit dem Classic Editor zurückgekehrt. Das verbindet mich mit dem Schreiben meiner ersten Blogartikel auf dieser Seite. Es fühlt sich wie Nach-Hause-Kommen und sehr geborgen an. Ein wirklich schöner Zustand für das Schreiben. Die Geräusche hören auf, die Ruhe kehrt ein, die Konzentration und die Neugier und Freude, was das Ergebnis am Ende wohl sein wird.
Und das Schönste in dieser Woche ist die Botschaft, die ich herausgefunden habe:
STIMME IST VERKÖRPERTE NEUROBIOLOGIE IN BEZIEHUNG.
Ich liebe es.